7 Tipps für sicheres Surfen im Internet

Digitale Medien gehören zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Die Möglichkeiten zur Unterhaltung, zur Information und zum Austausch mit anderen Personen sind unendlich. Dazu gehören aber auch das Wissen über komplexe Themen wie Datenschutz und Privatsphäre. Wichtig ist, dass Eltern ihre Kinder dabei begleiten. Andrea Brönnimann, Fachfrau Medienkompetenz bei Pro Juventute, gibt hierfür ein paar Tipps.

1. Vorbildfunktion

Online unterwegs zu sein, ist eine Gratwanderung zwischen Spass und Sicherheit. Bei der Nutzung geht es immer darum, Chancen und Risiken abzuwägen. Im Umgang mit digitalen Medien sind Eltern wichtige Wegbereiter:innen und haben eine Vorbildfunktion. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Ihnen Ihre Privatsphäre wichtig ist und dass Sie ebenfalls vorsichtig mit Ihren Daten umgehen und im Internet nicht zu viel von sich preisgeben.

2. Verantwortungsvoller Umgang mit Daten

In vielen Fällen wird dem Datenschutz kaum Beachtung geschenkt. Wer sich sicherer im Internet bewegen und unnötigen Ärger ersparen möchte, muss sich damit auseinandersetzen. Datenschutz geht alle etwas an, denn nicht alle persönlichen Informationen sollten via Internet unzähligen Personen und Firmen zugänglich gemacht werden. Sensibilisieren Sie Ihr Kind dafür, verantwortungsvoll mit den eigenen Daten umzugehen. (Als Grundlage für ein solches Gespräch kann der Beitrag «Dein digitaler Schutzschild» aus der Kaleio-Ausgabe 7 dienen.) Weisen Sie Ihr Kind im gleichen Zuge darauf hin, Daten und Informationen von anderen Personen ebenfalls nicht zu missbrauchen.

Als Grundlage für ein Gespräch kann der Beitrag «Dein digitaler Schutzschild» aus der Kaleio-Ausgabe 7 dienen. Illustration: Leila Merkofer.

3. Profile gemeinsam einrichten

Bei vielen Apps wie Snapchat oder TikTok sind die Einstellungen standardmässig auf «öffentlich» gesetzt. Das bedeutet, dass Angaben zur Person und Inhalte, wie Fotos und Videos, von allen angesehen, miteinander geteilt und kommentiert werden können. In der Anwendung sind Kinder und Jugendliche sehr versiert, beim Einrichten und Einstellen der Profile benötigen sie jedoch die Unterstützung von Erwachsenen. Richten Sie Profile in den sozialen Medien daher gemeinsam mit Ihrem Kind ein. Schränken Sie die Einstellungen ein, damit nicht alle Angaben öffentlich zugänglich sind.

Hilfreiche Anleitungen zur Einstellung der Privatsphäre einzelner Dienste (z. B. Instagram, Snapchat, TikTok) finden Sie unter: www.saferinternet.at

4. Cybergrooming – Achtung vor Fremden!

Im Internet haben Personen mit unlauteren Absichten oft ein leichtes Spiel. Mit falschen Identitäten versuchen Erwachsene immer wieder, Kinder und Jugendliche für ihre sexuellen Neigungen zu benutzen. Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass bei einer Kontaktaufnahme durch Fremde äusserste Vorsicht geboten ist. Raten Sie Ihrem Kind, online nichts Privates preiszugeben wie den vollen Namen, die Handynummer, die Adresse, das Geburtsdatum, Hobbys oder Fotos und Videos. Weisen Sie es zudem darauf hin, wie wichtig es ist, die Einstellung der Privatsphäre so restriktiv wie möglich zu handhaben.

5. Bildschirmzeiten einschränken

In jedem Alter ist es sinnvoll, die Bildschirmzeit für den Medienkonsum einzuschränken. Obwohl Eltern das letzte Wort haben, sollten alle Familienmitglieder gemeinsam über Nutzungszeiten diskutieren. Eine Möglichkeit wäre, einen täglichen oder wöchentlichen Zeitrahmen festzulegen.  

6. Gemeinsame Regeln vereinbaren

Nebst der Bildschirmzeit können auch Inhalte geregelt werden. Denn Games und Social Media sorgen immer wieder für hitzige Diskussionen oder Streit in der Familie. Verständliche Regeln und klare Abmachungen helfen dem Kind, sich in einem geschützten Rahmen zu bewegen und bewusst mit digitalen Medien umzugehen. Je nach Reife des Kindes wird ausgewählt, welche Aktivitäten mit digitalen Medien erlaubt sind und welche auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Altersempfehlungen bei Games, Filmen und Apps helfen Eltern, sich zu orientieren.  Besprechen Sie mit Ihrem Kind auch, was es von sich ins Internet stellen darf, und legen Sie «Benimm-Regeln» für den Umgang mit anderen Personen fest. Mehr Informationen zu Regeln und Vereinbarungen finden Sie auf der Elternwelt von Pro Juventute.

Klare Abmachungen helfen dem Kind, sich in einem geschützten Rahmen zu bewegen und bewusst mit digitalen Medien umzugehen. Illustration: Leila Merkofer.

7. Mit der wup App von Pro Juventute sicher auf Social Media unterwegs

Die wup App von Pro Juventute unterstützt Kinder bei ihren ersten Erfahrungen mit dem Smartphone. Die App erkennt heikle Inhalte wie Nacktbilder und Mobbing oder reagiert auf die Freigabe persönlicher Daten. In kritischen Situationen erhalten die Kinder wertvolle Hinweise und Tipps. So macht die App Kinder auf Online-Risiken aufmerksam. Die App funktioniert auf allen Social-Media-Plattformen und mit allen Messenger-Diensten. 

Die wup-App gibt Kindern und Eltern nicht nur wertvolle Tipps, sondern ermöglicht auch den direkten Zugang zu den kostenlosen und vertraulichen Beratungsdiensten von Pro Juventute. Mehr Infos finden Sie auf: https://www.projuventute.ch/de/wup-app

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